Der Fachbereich Physik trauert um Prof. Dr. Herwig Schopper
21. August 2025, von Krause-Kyora

Foto: S. J. Hertzog/CERN
Mit großem Bedauern haben wir vom Tod unseres hochgeschätzten Emeritus Prof. Dr. Herwig Schopper erfahren. Er starb am 19. August 2025 im Alter von 101 Jahren in Hamburg.
Herwig Schopper, geboren am 24. Februar 1924 in Landskron (Tschechoslowakei), war eine herausragende Persönlichkeit in der deutschen und internationalen Physik.
Nach seinem Studium am Fachbereich Physik der Universität Hamburg (UHH) wurde ihm hier im Jahre 1949 sein Physik-Diplom verliehen; 1951 promovierte er an der UHH im Bereich der Optik, bevor er sich der Kern- und Elementarteilchenphysik zuwandte.
Seine akademische Laufbahn führte ihn über Stockholm nach Erlangen, wo er 1957 habilitierte, Cambridge (UK), Mainz, Cornell (USA) und Karlsruhe. 1973 kehrte er dann als Professor für Experimentalphysik am damaligen II. Institut für Experimentalphysik an seine Alma Mater zurück.
Von 1973 bis 1980 war er Vorsitzender des Direktoriums des DESY. In dieser Zeit wurde in Hamburg der DORIS-Beschleuniger in Betrieb genommen und der PETRA-Beschleuniger gebaut und erstmals genutzt. Zwischen 1981 bis 1988 war Herwig Schopper Generaldirektor des CERN. In diesem Amt spielte er eine herausragende Rolle in der Entwicklung des CERN zum weltweit renommierten Forschungszentrum. Nach seiner Emeritierung war Herwig Schopper Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der European Physical Society (EPS). Er engagierte sich in besonderer Weise für das internationale Forschungszentrum SESAME in Jordanien.
Herwig Schopper hat die nationale und internationale Forschungslandschaft in herausragender Weise geprägt. Sein außergewöhnliches Wirken, sein Weitblick und seine Menschlichkeit werden uns stets in lebhafter Erinnerung bleiben. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden.
Johannes Haller – Institut für Experimentalphysik
Markus Drescher – Fachbereichsleitung
Irmgard Flick – Fachbereichsmanagement