Experimentalphysik
Marie-Skłodowska-Curie-Postdoktorandenstipendium an Dr. Dimitrios Papoulias für das Projekt neutrinoSPHERE verliehen.
13. Februar 2025

Foto: UHH
Dr. Dimitrios Papoulias, ein phänomenologischer Teilchenphysiker mit Expertise in der Astroteilchenphysik, wurde mit einem Marie-Skłodowska-Curie-Postdoktorandenstipendium ausgezeichnet, um das Projekt neutrinoSPHERE innerhalb der AG Nikolopoulos durchzuführen. Dr. Papoulias wird nach einem EU-geförderten Postdoc-Aufenthalt am IFIC in Valencia zur Gruppe stoßen. Er bringt einen starken theoretisch-physikalischen Hintergrund an der Schnittstelle von Kern- und Teilchenphysik mit.
Das Projekt neutrinoSPHERE wird den Stand der Technik in der modernen Astroteilchenphysik vorantreiben und neue Richtungen in der Suche nach neuer Physik eröffnen. Ziel ist es, grundlegende und seit Langem bestehende Fragen zur Herkunft der Neutrinomassen und zur Existenz Dunkler Materie zu adressieren. Dazu wird die ultraniedrige Schwellenfähigkeit sphärischer Proportionalzähler genutzt, die von der NEWS-G-Kollaboration für die Suche nach Dunkler Materie eingesetzt werden, um kohärente elastische Neutrino-Kern-Streuung (CEvNS) jenseits des Standardmodells sowie Signale aus der Dunkle-Materie-Kern-Wechselwirkung zu untersuchen. Zu diesem Zweck wird neutrinoSPHERE Methoden des maschinellen Lernens einsetzen, um neue rechnergestützte Werkzeuge für eine schnelle und präzise Signalrekonstruktion zu entwickeln, unter Einbeziehung systematischer Unsicherheiten.
Das Projekt hat eine Laufzeit von 24 Monaten und umfasst Forschungsaufenthalte am IFT Madrid und an der NTUA Athen, wo Dr. Papoulias mit weltweit führenden Expertinnen und Experten zu Machine-Learning-Ansätzen sowie zu Verbindungen zwischen Astroteilchenphysik und Kosmologie zusammenarbeiten wird.
Die Marie-Skłodowska-Curie-Postdoktorandenstipendien sind renommierte Forschungsförderungen, die von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Horizont Europa finanziert werden. Sie unterstützen herausragende Postdoktorandinnen und Postdoktoranden weltweit durch internationale Mobilität, interdisziplinäre Ausbildung und Zusammenarbeit. Die Stipendien fördern innovative Forschung in allen wissenschaftlichen Disziplinen und stärken zugleich Kompetenzentwicklung, Wissenstransfer und langfristige Karriereperspektiven. Sie sind hoch kompetitiv: In der Ausschreibung 2024 lag die Erfolgsquote bei 16,6 % bei 10.360 eingereichten Anträgen – der bislang höchsten Anzahl für eine einzelne Ausschreibung – und gelten weithin als Zeichen wissenschaftlicher Exzellenz in Europa und darüber hinaus.

