Institut für Experimentalphysik
Experimentalphysik
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7. September 2026

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Vom 1. bis 4. September 2026 trafen sich Forscher aus den Bereichen Teilchen- und Astroteilchenphysik in London zur PSD14, der 14. Internationalen Konferenz über positionsempfindliche Detektoren. Die Tagung brachte Wissenschaftler zusammen, um die neuesten Entwicklungen und Innovationen bei positionsempfindlichen Teilchendetektoren zu diskutieren.
Mit 118 Beiträgen bot die PSD14 einen umfassenden Überblick über die jüngsten Fortschritte in der Detektortechnologie. Unsere Gruppe wurde durch Dr. Zoe Balmforth, Dr. Isabella Oceano und Dr. Robert Ward vertreten, die Arbeiten aus drei sich ergänzenden Bereichen vorstellten: die Charakterisierung und Strahlungsfestigkeit von Silizium-Photomultiplikatoren, die Neutronenspektroskopie unter Verwendung sphärischer Proportionalzähler sowie Methoden des maschinellen Lernens zur Rekonstruktion von Teilchenspuren.
In ihrem Vortrag stellte Dr. Balmforth eine detaillierte Charakterisierung handelsüblicher Silizium-Photomultiplier (SiPMs) auf Basis der NUV-MT-Technologie vor. Sie erörterte wichtige Leistungsparameter, die bei verschiedenen Temperaturen und Betriebsspannungen gemessen wurden. Im Rahmen der Arbeit wurde zudem die Strahlungsfestigkeit der SiPMs nach Bestrahlung mit einem monoenergetischen Neutronenstrahl untersucht.
Dr. Oceano präsentierte ein Poster über den Einsatz eines mit Stickstoff gefüllten sphärischen Proportionalzählers als Neutronenspektrometer. Die Technik nutzt neutroneninduzierte Kernreaktionen in Stickstoff, um Neutronen zu detektieren und zu charakterisieren. Der Detektor wurde erstmals mit monoenergetischen Neutronenstrahlen am TANDEM-Beschleuniger des Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung „Demokritos“ in Athen getestet.
Dr. Ward stellte in einem Poster die neuesten Entwicklungen bei Algorithmen zur Rekonstruktion von Teilchenspuren in sphärischen Proportionalzählern vor. Die Arbeit nutzt neuronale Netze, die anhand simulierter Signale trainiert wurden, um die Spuren kosmischer Myonen zu rekonstruieren, die den Detektor durchqueren. Wenn ein kosmisches Myon den Detektor durchquert, erzeugt es eine ausgedehnte Ionisationsspur. Unterschiede im zeitlichen Ablauf der von den einzelnen Anoden aufgezeichneten Signale können daher Aufschluss über die Richtung des Teilchens geben, mit dem Ziel, dessen Spur dreidimensional zu rekonstruieren.
Die PSD14 ermöglichte es unseren Forschern, ihre Arbeit international vorzustellen, aktuelle Ergebnisse mit Kollegen zu diskutieren und neue Entwicklungen in der Gemeinschaft der positionsempfindlichen Detektoren zu verfolgen. Die Konferenz bot zudem eine wertvolle Gelegenheit, Kontakte zu Wissenschaftlern zu knüpfen, die an ähnlichen experimentellen Herausforderungen arbeiten.