Experimentalphysik
Marie Skłodowska-Curie-Postdoktorandenstipendium für Dr. Dimitra Spathara für das Projekt „PureCuAlloys“.
10. Februar 2026

Foto: D. Spathara
Dr. Dimitra Spathara, eine Materialwissenschaftlerin mit Fachkenntnissen in rechnerischer Thermodynamik und fortschrittlichem Legierungsdesign, wurde mit einem Marie Skłodowska-Curie Postdoktorandenstipendium ausgezeichnet, um das Projekt PureCuAlloys im Rahmen der Arbeitsgruppe Nikolopoulos durchzuführen.
Das Projekt PureCuAlloys zielt darauf ab, die Suche nach Dunkler Materie und seltenen Teilchenprozessen voranzutreiben, indem stärkere, ultra-reine Kupferlegierungen für Detektoren der nächsten Generation entwickelt werden. Während elektrogezogener Kupfer höchst strahlenrein ist, schränkt seine geringe Festigkeit den praktischen Einsatz ein. PureCuAlloys wird diese Herausforderung angehen, indem innovative CuCr- und CuCrTi-Legierungen entworfen werden, die die Strahlenreinheit bewahren und gleichzeitig die mechanische Leistung verbessern. Über die fundamentale Physik hinaus könnte der entwickelte Ansatz im Materialdesign auch eine Vielzahl industrieller Anwendungen profitieren, bei denen eine präzise Kontrolle der Materialeigenschaften entscheidend ist. Das Projekt hat eine Laufzeit von 30 Monaten und beinhaltet einen nicht-akademischen Aufenthalt bei Thermo-Calc Software AB (Schweden), einem führenden Unternehmen in der Entwicklung von Software und Datenbanken zur Vorhersage und Analyse von Materialeigenschaften.
Dr. Spathara, die nach einem UKRI-Stipendium an der Universität Birmingham dem Arbeitskreis Nikolopoulos beitreten wird, verfügt über einen Hintergrund, der sowohl in der Wissenschaft als auch in der Industrie liegt, inklusive Zusammenarbeit mit Rolls-Royce plc und Arbeiten im Bereich der Mehrskalenmodellierung von Materialien.
Die Marie Skłodowska-Curie Postdoktorandenstipendien sind begehrte Forschungsförderungen, die von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon Europe-Programms finanziert werden. Sie unterstützen herausragende Postdoktoranden aus der ganzen Welt bei der Weiterentwicklung ihrer Karriere durch internationale Mobilität, interdisziplinäres Training und Zusammenarbeit. Die Stipendien fördern innovative Forschungsprojekte in allen wissenschaftlichen Bereichen sowie den Aufbau von Fähigkeiten, Wissenstransfer und langfristige Karriereentwicklung. Sie sind äußerst wettbewerbsintensiv; in diesem Jahr lag die Erfolgsquote bei 9,6 %, nach Einreichung von rekordverdächtigen 16.836 qualifizierten Bewerbungen, in der bisher wettbewerbsintensivsten Bewertungsrunde, und werden weithin als Zeichen für exzellente Forschung in Europa und darüber hinaus anerkannt.

